2020
Im Jahr 2020 ist nicht so viel passiert.
Axel Petermann ist mit dem Fall Susan Waade beschäftigt, hat alle Unterlagen von mir angefordert und hat diese durchgearbeitet.
Er nahm Kontakt mit unserem griechischen Rechtsanwalt, V.G. auf sowie mit Vertretern, die in irgendeiner Form mal in dem Fall involviert waren.
Ich habe mich komplett aus allem herausgehalten und auch keine Fragen gestellt, weil ich vermeiden wollte, dass der Eindruck entstehen könnte, dass ich manipulieren würde.
Ich wollte wirklich nur endlich Gewissheit haben, was alles unternommen wurde --- denn so viel Ungerechtigkeit und fehlerhafte Ermittlungen konnte / durfte es nicht geben. Das wäre ein Skandal.
Nach mehrmaligen Bitten hat sich Axel Petermann den Film "Spurenleser" angesehen. Mir war wichtig, dass er versteht, warum ich so enttäuscht bin.
Ein Treffen in Griechenland mit Anna und Axel Petermann sowie Vassilis Gousanis wurde vereinbart. Wir haben für alle Parteien konkret dieses Mal aufgeschrieben, was wir erreichen möchten:
Eine ganz liebe Freundin, die uns viel Mut gemacht hat, hat auch mit Axel Petermann gesprochen.
Dann, Axel Petermann ist zurück aus Griechenland, rief er mich an, er müsse mir unbedingt etwas erzählen:
Er berichtete davon, dass er einen Rechtsmediziner beauftragt hat, sich alle Unterlagen und Bilder anzusehen und seine Einschätzung dazu abzugeben. Der bekannte Rechtsmediziner Prof. Dr. Brinkmann hat ein wissenschaftlich fundiertes Gutachten erstellt, welches sehr wichtig für uns alle war:
Axel Petermann hat ein sogenanntes Arbeits-Recherche-Dokument erstellt, welches Aufschlüsse über alle Abläufe in Griechenland ergaben:
- BILD SPRACH MIT PROFILER PETERMANN ÜBER DEN COLD CASE NORA FELLER


Mysteriöse Cold Cases auf eigene Faust wieder aufgerollt Axel Petermann Erstmals legt der Autor mit seinem neuen Werk „Im Auftrag der Toten“ nun einen Band vor, in dem er ausschließlich schildert, wie er längst archivierte Cold Cases wieder aufrollt. Drei mysteriöse Todesfälle in Zürich, Athen und München, die sich vor mehreren Jahren ereignet haben. Fälle, bei denen bis heute erhebliche Zweifel im Zuge der Ermittlungen nicht nur weiter bestehen. Sondern die nun, nachdem Petermann die Ermittlungen auf eigene Faust wiederaufgenommen hat, sogar noch verstärkt werden. Einer der drei Fälle des Buches, der seinerzeit auch in deutschen Medien für Aufsehen sorgte, ist jener von Nora Feller*. Die 26 Jahre junge Frau aus Ost-Berlin war an einem sehr heißen Tag Ende Juni 2007 erhängt und in bereits fortgeschrittenem Verwesungsstadium in einer Wohnung mitten in Athen gefunden worden. Dort soll der Wohnungsinhaber, ihr langjähriger Ex Freund, den sie nur wenige Zeit zuvor verlassen hatte, sie allein zurückgelassen haben, als er nach Kreta fuhr, um dort in einer Strandbar als Musiker Geld zu verdienen. Der besondere Reiz von Petermanns Erzählform besteht in der offenen und überraschend komplexen Art, in der der Profiler seine Leser von Anfang an bei seiner Arbeit über die Schulter schauen lässt. Schnell wird klar: Der Teufel steckt hier im Detail. Und von solchen Details gibt es verteufelt viele. https://www.focus.de/panorama/welt/cold-cases-gegen-den-strom-so-loest-top-profiler-petermann-gratis-ungeklaerte-mordfaelle_id_24281086.html 2/6 28.09.24, 12:22 "Im Auftrag der Toten":
Wie Top-Profiler als Autor Mörder zur Strecke bringt - FOCUS online Axel Petermann https://www.focus.de/panorama/welt/cold-cases-gegen-den-strom-so-loest-top-profiler-petermann-gratis-ungeklaerte-mordfaelle_id_24281086.html Schrieb sein viertes Buch "Im Auftrag der Toten": der Profiler Axel Petermann 3/6 28.09.24, 12:22 "Im Auftrag der Toten":
Wie Top-Profiler als Autor Mörder zur Strecke bringt - FOCUS online Mehrfachschock für die Eltern der jungen Nora Die Erzählung über Petermanns Rekonstruktion der Todesumstände von Nora Feller beginnen 2019 in einer Hotellobby in Ost Berlin, wo die Eltern ihn um Hilfe bitten. Sie sind fest davon überzeugt, dass ihre Tochter sich nicht selbst tötete, sondern Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Die Eltern der jungen, zart gebauten und cleveren jungen Frau erheben schwere Vorwürfe gegen die griechischen Behörden, fühlen sich auch von deutschen im Stich gelassen und hegen seit langem eine schrecklichen Verdacht gegen Noras 20 Jahre älteren Ex-Freund, den griechischen Musiker Potis Katzanis*.
Für Noras Eltern ist die Nachricht vom Tod ihrer jungen Tochter ein mehrfacher Schock. Denn sie erfahren davon erst etwa eine Woche später, nachdem Nora bereits obduziert und auf einem Athener Friedhof beerdigt worden war. Ihr Ex-Freund hatte die Beisetzung in Windeseile organisiert und weitgehend auch bezahlt. Profiler übernimmt Mordermittlung kostenlos - unter zwei Bedingungen Der Bremer Kriminalist hat das Mandat der Eltern wie auch jene der beiden anderen Fälle kostenlos übernommen, da er weiß, dass die Hinterbliebenen sich einen privaten Fallanalytiker mit horrenden Tagessätzen nicht leisten könnten. „Ich will der Gesellschaft auf diese Art etwas zurückgeben von der Sicherheit, die ich in meinem Arbeitsleben hatte und habe“, sagt er. Auf diese Art kommt Petermann auch nach seinem Ausscheiden aus der Kriminalpolizei an den Stoff für seine Geschichten. Alle Fälle, über die er schreibt, übernimmt er "pro bono", wenn die Auftraggeber ihn überzeugen können, dass sich die Mühe einer Fallüberprüfung lohnt und sie sich anders nicht zu helfen wissen. Dafür stellt Petermann nur zwei Bedingungen: Völlige Freiheit bei den Ermittlungen sowie das Einverständnis der Hinterbliebenen, über den Fall im Anschluss öffentlich in einem Buch schreiben zu dürfen.
Recherchen führen Petermann nach Athen und Kreta Plastisch beschreibt der Profiler, wie er sich in den Cold Case einarbeitet. Nach langen Gesprächen mit den Eltern sucht den letzten Wohnort der Kindheit von Nora am einsamen Stadtrand Ost-Berlins auf, wo noch zu DDR-Zeiten aus der musikalisch und sprachlich sehr begabten Muster- eine Durchschnittsschülerin wurde. Er lässt sich die Akten zeigen, die die Eltern in zwölf Jahren Eigenrecherche über die Todesumstände ihrer Tochter angelegt haben. Und erkennt schnell, dass er überprüfbare Antworten auf seine vielen Fragen nur dort erfährt, wo Nora damals lebte und starb: in Griechenland(/orte/griechenland/) . Was folgt, ist die Schilderung einer atemberaubenden Recherchereise, die Axel Petermann 2020 nach Athen und Kreta führt.
Schon Noras Eltern hatten ihm in Berlin erzählt, dass die griechischen Kriminalisten schnell auf Suizid geschlossen, nur mangelhaft Spuren in der Wohnung gesichert und die Ermittlungen schnell eingestellt hatten. Und als wenn das alles nicht schon schlimm genug gewesen wäre, verweigerte die griechische Staatsanwaltschaft auch noch eine Exhumierung von Noras Leichnam sowie eine Überführung nach Deutschland. Aus „gesundheitspolizeilichen Gründen“, wie es offiziell heißt. Bremer Kriminalist taucht ein in die Athener Welt des Opfers In Athen angekommen sucht der Profiler Orte auf, an denen Nora gelebt hat. Er schildert, wie er in zahlreichen Gesprächen mit Menschen, die Nora kannten, ihr tragisches Ende in der Wohnung ihres Ex-Freundes Stück für Stück zu rekonstruieren versucht. Darunter Freundinnen, Kommilitoninnen, Mitbewohnerinnen, Hausmeister und auch eine deutsche Gesangslehrerin, die zufällig wie Petermann selbst aus Bremen stammt und Nora gut kannte. Prüft ihre Aussagen untereinander auf neue Hinweise. Und er kontaktiert auch Nikos Papadakis*, der Athener Anwalt, der Noras Eltern bei ihren Recherchen geholfen hat und der Petermann bei Recherchen in der Rechtsmedizin von Athen und am Tatort unterstützt.
Immer wieder flechtet der Kriminologe bei all seinen Interviews, Überprüfungen von Beweismitteln der Athener Polizei und Schilderungen von Lebensumständen der intelligenten, aber auch fragilen jungen Ost-Berlinerin zahlreiche Fragen ein. Fragen, die Widersprüche klären sollen vor allem im Hinblick auf die Aussagen, die Noras Freund bei Vernehmungen durch die Athener Polizei oder gegenüber von Noras Bekannten gemacht hat. Besonders spannend ist dabei, wie Petermann seinen Lesern Stück für Stück am konkreten Fall mit seinen Fragen und Schlussfolgerungen einfach und eingänglich erläutert, wie komplex die „Sequenzanalyse“ ist, die die Arbeit eines Profilers von der eines normalen Mordermittlers unterscheidet. „Den Kern meines analytischen Ansatzes bildet die Erkenntnis, dass ein Täter in jeder Phase seines Agierens eine Vielzahl von Entscheidungen trifft, die etwas über seine Bedürfnisse aussagen und gleichzeitig verraten, was ihm wichtig war.“
"Im Auftrag der Toten": Wie Top-Profiler als Autor Mörder zur Strecke bringt - FOCUS online Pikantes Gespräch mit Verdächtigem in Strandbar auf Kreta Auf dem finalen Höhepunkt der Recherchereise nimmt der 68-Jährige seine Leser auf einen Abstecher nach Kreta mit, wo es ihm an der Südküste innerhalb eines Tages tatsächlich gelingt, vor einem Auftritt mit Noras Ex-Freund Potis Katzanis zu sprechen. Und zwar genau in jener kleinen Strandbar, wo Potis kurz nach dem Jahrtausendwechsel Nora als Urlauberin kennengelernt hat. Eine Bar, in der die junge, talentierte Musikerin als Sängerin später dann auch gemeinsam mit Potis auftreten sollte. Auch hier sind es die vielen kleinen Details, die Petermann beschreibt und in Beziehung zu einem möglichen Tathergang setzt, die zu den fesselndsten Augenblicken der Dokumentation zählen. Die Gestik und Mimik des Musikers, als er von dem deutschen Kriminologen erfährt, warum er ihn sprechen wollte. Details wie jene, dass Potis Noras Handy und Laptop nach der Beerdigung dem Anwalt der Eltern übergeben haben will, wie er Petermann in der Strandbar auf Kreta kurz vor einem Auftritt erzählt. Jenes Handy also, auf dem am mutmaßlichen Abend ihres Todes von Kreta aus mehrfach angerufen haben will, wo er damals hingefahren war, nachdem er sie angeblich in seiner Wohnung allein zurückgelassen hatte. Ein Detail, dass der Anwalt, der Petermann nach Kreta begleitet hat, sofort bestreitet, als der Profiler ihm davon erzählt. Ein wichtiges Indiz, das Potis belastet. Denn mit Noras Handy hätte er leicht seine Angaben beweisen können, dass er tatsächlich am fraglichen Abend in Athen die Fähre nach Kreta genommen hatte. Rechtsmediziner attestiert Profiler "hochgradigen Verdacht auf Tötungsdelikt" Der Knall kommt, als Petermann in Deutschland nach seiner Rückkehr einen erfahrenen Rechtsmediziner konsultiert, den er seit etlichen Jahren kennt, und um eine fachliche Einschätzung bittet. Zum Beispiel, ob er seine Vermutungen teilt, dass diverse Flecken, die Petermann auf den Polizeifotos an verschiedenen Stellen am und um den Leichnam von Nora findet, vom bereits fortgeschrittenen Verwesungsprozess stammen könnten, wie die Athener Polizei glaubte. Oder ob es auch Blut sein könnte.
Was ein erster klarer Hinweis auf einen gewaltsamen Tod von Nora Feller wäre. Je erfahrener ein Rechtsmediziner ist, desto vorsichtiger wird er laut Petermann, Vermutungen über Tötungsdelikt anzustellen. Und beim Fall von Nora Feller muss er besonders vorsichtig sein. Vor allem, weil viele Fakten sich längst nicht mehr überprüfen lassen. Umso mehr ist Petermann überrascht, als ihm der Rechtsmediziner ein paar Tage später nach Übergabe der Ermittlungsergebnisse mitteilt, das beim Tod von Nora Feller „auf Grund der Befunde an der Leiche und in der Umgebung der Toten ein hochgradiger Verdacht auf ein Tötungsdelikt besteht“, so der Profiler. Nora Feller, da ist sich der Rechtsmediziner fast sicher, „ist durch einen kombinierten Angriff auf den Hals, durch Strangulation und durch scharfe Gewalt gestorben“. Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens beantragt Mittlerweile ist Fellers Anwalt Papadakis dabei, das rechtsmedizinische Gutachten von Petermanns Bekanntem, das ebenfalls kostenlos verfasst wurde, gemeinsam mit anderen Ermittlungsergebnissen ins Griechische zu übersetzen, um die Unterlagen dann bei den Staatsanwaltschaften in Griechenland und in Deutschland einzureichen. Bei der deutschen Justiz ist mittlerweile um ein Wiederaufnahmeverfahren der Ermittlungen ersucht worden.
"Friedhöfe wären nachts taghell erleuchtet" Ein bekannter Rechtsmediziner hat einmal gesagt: "Wenn auf je- dem Grab ein Licht brennen würde, in dem das Opfer eines unentdeckten Mordes liegt, dann wären Deutschlands Friedhöfe nachts taghell erleuchtet." Axel Petermann ist einer, der auch nach dem Ende seiner offiziellen Karriere als Fallanalytiker bei der Kripo dazu beiträgt, dass dieses Fälle gelöst werden. Und er hat einen aufregenden Weg gefunden, ein großes Publikum an dieser dramatischen Arbeit teilhaben zu lassen. Vielleicht wird dem pensionierten Profiler so in den kommenden Monaten der ungewöhnliche Coup gelingen, als Buchautor einen weiteren, längst archivierten Cold Case zu lösen und einen Mörder etliche Jahre nach der Tat zu überführen. *Die Namen wurden vom Buchautor geändert Mit Seitenhieb auf Söder blockt CSU-Mann provokante Plasberg-Frage https://www.focus.de/panorama/welt/cold-cases-gegen-den-strom-so-loest-top-profiler-petermann-gratis-ungeklaerte-mordfaelle_id_24281086.html 5/6 28.09.24, 12:22 "Im Auftrag der Toten": Wie Top-Profiler als Autor Mörder zur Strecke bringt - FOCUS online ✕(https://www.focus.de/panorama/welt/cold-cases-gegen-den-strom-so-loest-top-profiler-petermann-gratis-ungeklaerte mordfaelle_id_24281086.html) Sie waren einige Zeit inaktiv, Ihr zuletzt gelesener Artikel wurde hier für Sie gemerkt. „Friedhöfe wären nachts hell erleuchtet“: Ex-Profiler knackt jetzt als Autor ungelöste Morde Zurück zum Artikel
Der deutsche Anwalt für Medienrecht hat erneut Kontakt mit uns aufgenommen und meinte, er müsse uns unbedingt Gerechtigkeit gegenüber dem SWR und St. H. verschaffen. Wir haben lange gesprochen, ich habe mir genau sagen lassen, welche Rechte er für den ANUAS und mich sieht ... und ich habe gesagt, dass ich keine "Privatschiene" möchte. Er solle sich konkret darauf beziehen, was wirklich der Fakt war. Dafür gab ich ihm alle Unterlagen aus vorhandenen Vorstandssitzungen, in denen beschlossen wurde, warum dieses kriminalpräventive Projekt mit dem Profiler St. H. durchgeführt werden sollte ... und ... ich überließ ihm auch den Bericht an die ANUAS-Mitgliederversammlung. Natürlich mußte die Mitgliederversammlung in der Jahresversammlung über diese Aktionen erfahren, immerhin fielen Kosten dem ANUAS zu Lasten. Der Rechtsanwalt wollte alle Unterlagen prüfen und dann erneut Klage einreichen -- er war sich sehr sicher, dass wir im Recht sind. Na, noch waren wir skeptisch und teilten gleich mit, dass das nur in Frage kommen würde, wenn die Rechtsschutzversicherungen beider Parteien (ANUAS + privat) decken.
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In Griechenland passierte natürlich auch wieder etwas - Corona-Zeit:
Hallo Marion,
in Griechenland ist die Staatsanwaltschaft Athen seit dem 15. März geschlossen (ich lege die entsprechende Anordnung als PDF Datei bei) und nur eiligste Sonderfälle werden bedient.
Ich kann weder eine Bescheinigung erhalten, noch nicht mal Infos einholen. Zuletzt Ende Februar hab ich geguckt gehabt, und es war immer noch in Händen des Staatsanwalts "zur Bearbeitung".
MfG
Vassilis